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Perlbibel ca. 1250

Die Bibel der Brüder von Franz von Assisi

Um 1250 wurden diese «Minibibeln» geschaffen, deren Seiten meist nur so gross wie eine Handfläche sind.

 

 

Im 13. Jh. entstanden die Bettelorden (Franz von Assisi, der Mann im Bettlergewand = Franziskaner). Die Mönche zogen in die ganze Welt und predigten. Dafür brauchten sie kleine Taschenbibeln, die sie überall mit hinnehmen konnten. So entstanden die «Perl-Bibeln» (die Schrift so klein wie Flussperlen, daher: Perlbibel). Eine fast unglaubliche Schreibarbeit der Künstler in der Kutte!

 

Geschrieben wurde mit einem Federkiel von einem kleinen Vogel. Das Pergament war hauchdünn und kaum ein Wort ist ausgeschrieben. Die Abkürzungen, die kleine Schrift und das hauchdünne Pergament sollten eine kleine Taschenbibel ermöglichen. Anders als die Laienbewegung benutzten die Franziskaner nur den lateinischen Text in der Form der Vulgata. Um sich schneller in den lateinischen Bibeln zurechtzufinden, wurde im 13. Jh. die Kapiteleinteilung eingeführt (die Verseinteilung wurde erst nach Luther im 16. Jh. eingeführt).