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Geneva-Bibel (Genfer Bibel)

einer den bedeutendsten englischen Bibelübersetzungen

Das Neue Testament der Geneva-Bibel erschien 1557 und die Vollbibel 1560. Bis 1640 erschienen 96 Auflagen dieser englischen Übersetzung, die neben Beza’s griechischem Text auch durch die englische Übersetzung von William Tyndale geprägt war. Die Geneva-Bibel war die Bibel der englischen Protestanten im 16. Jahrhundert. Ihre besondere historische Bedeutung hat sie durch die Pilgerväter (eng. Pilgrim Fathers), die sie auf der Mayflower 1620 mit nach Amerika nahmen. Die Pilgerväter waren verfolgte Calvinisten in England.

 

König Jakob I. (King James) lehnte allerdings die Geneva-Bibel wegen ihrer calvinistischen und stark puritanischen Kommentare ab und verlangte eine neue Bibelübersetzung. 1611 erschien dann die King-James-Bibel, die meist verbreitete Bibel der Welt. Ihre Textgrundlage ist wiederum die griechische und lateinische Textausgabe von Theodor Bezae, der damit zu den einflussreichsten Theologen in der Geschichte der Bibelübersetzungen neben Erasmus von Rotterdam gezählt werden muss.