Die PietistenbibelnMinibibeln als Dankeschön für die "Sponsoren"

 

Erst im frühen 18. Jahrhundert wurden die Bibeln durch die Erfindung der Pietisten immer kleiner, leichter und billiger. Das Waisenhaus in Halle brachte unter August Hermann Franke und Freiherr Hildebrand von Canstein kleine Taschenbibeln heraus, die nur noch so gross wie eine Hand waren und die man überall hin mit hinnehmen konnte.

 

Möglich war dies durch besonders dünnes Papier und sehr kleine Bleilettern. Diese Bibeln wurden zu einem geringen Preis hergestellt, um auch den Armen die Heilige Schrift nahe zu bringen. Für die Förderer und Grossspender der Arbeit des Bibelhauses (hieraus entstand die Canstein Bibelanstalt) gab es eine „Minibibel“ als Dankeschön. Sie war nur 4,3 x 2,5 cm gross.

 

In dieser „Biblia“ mit den 123 Miniseiten konnte man allerdings immer nur in einigen Versen eine Kurzzusammenfassung der Bibelgeschichte bieten.

 

Die Bibelausstellung Sylt zeigt eine umfangreiche Sammlung von Canstein-Bibeln und Neuen Testamenten ab 1713 im Original (inkl. der Ehebrecherbibel und der kleinsten Cansteinbibel)!