Höhle 4 - Die Goldader von Qumran

Zwischen 1947 und 1956 wurden insgesamt elf Höhlen mit den Resten von mehr als 900 Schriftrollen entdeckt, die in über 80.000 Bruchstücke zerfallen waren. Berühmt ist die grosse Höhlengruppe Nr. 4 und 5 (Bild oben links). Alleine in Höhle 4 wurden 1952 die Reste von ehemals 600 Schriftrollen entdeckt


Um dieses grösste wissenschaftliche Puzzle aller Zeiten zu bearbeiten, wurde ein internationales Team von Wissenschaftlern nach Jerusalem geholt. In mühevoller Arbeit konnten die Gelehrten die Fragmente zu 15.000 zusammengehörigen Stücken rekonstruieren. Im Schriftrollensaal im Rockefeller-Museum in Jerusalem wurden die Funde jahrelang von Wissenschaftlern bearbeitet. Das Bild oben rechts zeigt den deutschen Wissenschaftler Professor Claus-Hunno Hunzinger 1954 bei seiner Arbeit an den Fragemnten. Der Qumranforscher ist mit der Bibelausstellung Sylt eng verbunden.


Für einen briefmarkengrossen Schriftfetzen mussten umgerechnet 30.- Euro bezahlt werden. Viel Geld für wenig Leder! Auch wenn heute alle Fragmente wissenschaftlich veröffentlicht sind, müssen die Fragmente in den Labors des Israel-Musems weiter konservatorisch behandelt werden, damit dieser einzigartige archäologische Schatz erhalten bleibt.

 

Hier sehen Sie einmalige Filmaufnahmen von den Restaurationsarbeiten in den Labors des Israel-Museums.