Bibelausstellung in der PresseAusstellung in Freiburg voller Erfolg!

 

Raritäten aus 2000 Jahren

 

(Bericht in der Badischen Zeitung v. 10.5.2012 über die Ausstellung in Freiburg (c) Badische Zeitung)

 

"Vom Papyrus zum Computer"

Die Ausstellung zeigt Raritäten aus zwei Jahrtausenden und dokumentiert die Entstehung, Entwicklung und Verbreitung der Bibel. Die Ausstellung ist als Erlebnisausstellung für Familien konzipiert. 45 Schulklassen haben sich während der zweiwöchigen Ausstellung für eine Führung angemeldet.

 

Die 20 Schülerinnen und Schüler der 3. Klasse der Turnseeschule aus dem Stadtteil Wiehre bestaunen zuerst die Nachbildung einer Gutenberg-Buchpresse, auf der die erste Bibel zwischen 1452 und 1455 gedruckt wurde. Dann dürfen sie sich selbst einen Bibelvers mit Illustration zum Mitnehmen drucken. Im Untergeschoss geht es weitere 1500 Jahre zurück in die Vergangenheit. Die Kinder erhalten jedes eine kleine Tontafel, auf der sie mit Holzgriffeln ihren Namen in Keilschrift schreiben können, bevor Pastor Christoph ihnen Nachbildungen der ältesten Bibeln der Welt zeigt, die auf Pergament geschrieben wurden.

 

"Das ist ja wie früher bei den Römern", weiß einer, als er die Schriftrollen sieht. Besonders spannend wird es, als Pastor Weichert erzählt, wie ein Hirtenjunge zufällig 1947 den berühmtesten archäologischen Fund des 20. Jahrhunderts gemacht hat, als er die Schriftrollen von Qumran entdeckte. Dass diese Schriftrollen heute atombombensicher im "Schrein des Buches" im Israelmuseum in Jerusalem aufbewahrt werden, beeindruckt die Kinder sehr. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7a und 7b der Emil-Thoma-Realschule im Stadtteil Wiehre sind derweil fasziniert von der unzerreißbaren Bibel in Scheckkartengröße aus Plastik, die in Brot eingebacken in sibirische Gefangenenlager geschmuggelt wurde. Daniel und Valeria versuchen mit aller Kraft, eine Seite zu zerreißen – unmöglich. "Noch heute werden in Nordkorea Christen verfolgt", erzählt Pastor Weichert, "zehn Jahre Haft droht denjenigen, bei denen eine Bibel gefunden wird. Und ich selbst wurde schon mal verhaftet und musste eine Nacht im Gefängnis verbringen, als ich an der jugoslawischen Grenze versucht habe, Bibeln ins Land zu schmuggeln."

 

Dann ist die Führung zu Ende und Sarah (13) und Isabelle (12) erklären, dass die Ausstellung viel interessanter war, als sie gedacht haben. "Besonders gefallen haben uns die großen mittelalterlichen Bibeln mit den bunten Bildern."

 

Originalmeldung & Foto hier:

http://www.badische-zeitung.de/freiburg/raritaeten-aus-2000-jahren--59269907.html